Terry Pratchett wird die im Mai erscheinende nächsten Ausgabe des britischen Science-Fiction und Fantasy-Magazin SFX als Gast-Herausgeber betreuen.
Terry Pratchett gibt damit den Startschuss für die Kampagne "Summer of Reading" des Magazins, mit dem das Lesen von Science-Fiction- und Fantasy-Literatur gefördert werden soll.
Der Scheibenwelt-Autor hat die Ausgabe inhaltlich betreut und auch einige Beiträge beigesteuert. Unter anderem findet sich eine Retrospektive über seinen seinem Lieblings-Science-Fiction-Film Blade-Runner im Magazin. Außerdem hat Terry Pratchett einen Artikel über die in Großbritannien sehr populäre Fernsehserie "Doctor Who" beigesteuert.
Für Scheibenwelt-Fans aber vielleicht noch wichtiger ist der Blick hinter die Kulissen des neuesten Scheibenwelt-Fernsehfilms "Going Postal".
Die von Terry Pratchett gestaltete 196. Ausgabe des Magazins wird ab 5. Mai erhältlich sein.
Mehr Infos findet ihr in einem Artikel von booktrade und auf den Seiten des SFX-Magazins.
Freitag, 30. April 2010
Terry Pratchett Gast-Herausgeber des brit. SFX
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Mittwoch, 28. April 2010
Happy Birthday Sir Terry Pratchett
Terry Pratchett feiert heute am 28. April seinen 62. Geburtstag. Wie er ihn verbringen wird, ist unbekannt. Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er uns noch lange erhalten bleiben wird.
Dienstag, 20. April 2010
Independent interviewt Terry Pratchett zu Going Postal
Die britische Zeitung Independent hat sich mit Terry Pratchett über die neue Scheibenwelt-Verfilmung "Going Postal" (dt. Titel des Buches "Ab die Post") unterhalten.
Offenbar hat Terry Pratchett während der Dreharbeiten die Rolle des "Scheibenwelt-Experten" auf dem Set übernommen. Wie bereits in der Vergangenheit geht er auf die Problematik des Kürzens seiner Bücher oder Änderungen in der Handlung ein. Ihn rege es oftmals auf, wenn Änderungen vorgenommen werden, er müsse aber oftmals anerkennen, dass das andere Medium Fernsehen andere Mittel nutzen müsse. Terry Pratchett erzählt vor einem kürzlichen Anruf von jemandem, der ein Scheibenwelt-Buch habe kürzen müssen. Dieser habe eine Passage gefunden, die "ein wenig unsinnig" sei und problemlos gestrichen werden könne. Erst später habe der Anrufer festgestellt, dass gerade diese Passage die Basis für die gesamte Handlung darstellt. Etwas ähnliches sei fast bei "Going Postal" geschehen, als das Team den Satz "The falling angel meets the rising ape" streichen wollte, der zentrale Bedeutung für das Buch besitzt.
Rod Brown, Produzent der Verfilmung durch die Mob-Company wird damit zitiert, dass es sehr schwer gefallen sei, die sehr guten Dialoge des Romans zu kürzen.
Offenbar kam es bei der Verfilmung von "Hogfather" sogar beinahe zu einem Zerwürfnis wegen einer Kürzung des Textes. Mittlerweile sei das Verhältnis zwischen Filmteam und Terry Pratchett aber wieder in Ordnung und der Autor habe nur "winzige" Probleme mit der Verfilmung .
Er beurteilt die Arbeit an einer Fernseh-Verfilmung angenehmer als bei einer Hollywood-Produktion. Es sei weniger Geld, dafür aber mehr Einfallsreichtum vorhanden. Pratchett spielt hier möglicherweise auf die Verfilmung der "Nomen"-Trilogie (engl. Titel Bromeliad) an, die seit Jahren mal für tot erklärt, mal Monate später wieder aus der Versenkung auftaucht (aktueller Stand hier ist offenbar, dass die Verfilmung evtl. November 2012 kommt - vorausgesetzt, sie kann sich gegen 2 konkurrierende Projekte innerhalb von Dreamworks durchsetzen).
Ein weiterer Teil des Artikels beschäftigt sich mit der Besetzung von Going Postal. Terry Pratchett zeigt sich besonders erfreut über die Besetzung der Rolle der Journalistin Miss Cripslock, die von Tamsin Greig gespielt wird.
Am Ende beschäftigt sich der Text mit dem Tod von Terry Pratchetts Mutter vor 14 Tagen. Obwohl Terry Pratchett versuche mit einem Scherz über das Thema hinweg zu gehen, sei ihm die Trauer anzumerken. Der Todesfall sei auch dafür verantwortlich, dass sich die Fertigstellung des neuesten Scheibenwelt-Romans "I Shall Wear Midnight" (im Artikel erstaunlicherweise als "The colour of midnight" bezeichnet) verzögert habe.
Den Original-Artikel findet ihr auf der Webseite des Independent.
Offenbar hat Terry Pratchett während der Dreharbeiten die Rolle des "Scheibenwelt-Experten" auf dem Set übernommen. Wie bereits in der Vergangenheit geht er auf die Problematik des Kürzens seiner Bücher oder Änderungen in der Handlung ein. Ihn rege es oftmals auf, wenn Änderungen vorgenommen werden, er müsse aber oftmals anerkennen, dass das andere Medium Fernsehen andere Mittel nutzen müsse. Terry Pratchett erzählt vor einem kürzlichen Anruf von jemandem, der ein Scheibenwelt-Buch habe kürzen müssen. Dieser habe eine Passage gefunden, die "ein wenig unsinnig" sei und problemlos gestrichen werden könne. Erst später habe der Anrufer festgestellt, dass gerade diese Passage die Basis für die gesamte Handlung darstellt. Etwas ähnliches sei fast bei "Going Postal" geschehen, als das Team den Satz "The falling angel meets the rising ape" streichen wollte, der zentrale Bedeutung für das Buch besitzt.
Rod Brown, Produzent der Verfilmung durch die Mob-Company wird damit zitiert, dass es sehr schwer gefallen sei, die sehr guten Dialoge des Romans zu kürzen.
Offenbar kam es bei der Verfilmung von "Hogfather" sogar beinahe zu einem Zerwürfnis wegen einer Kürzung des Textes. Mittlerweile sei das Verhältnis zwischen Filmteam und Terry Pratchett aber wieder in Ordnung und der Autor habe nur "winzige" Probleme mit der Verfilmung .
Er beurteilt die Arbeit an einer Fernseh-Verfilmung angenehmer als bei einer Hollywood-Produktion. Es sei weniger Geld, dafür aber mehr Einfallsreichtum vorhanden. Pratchett spielt hier möglicherweise auf die Verfilmung der "Nomen"-Trilogie (engl. Titel Bromeliad) an, die seit Jahren mal für tot erklärt, mal Monate später wieder aus der Versenkung auftaucht (aktueller Stand hier ist offenbar, dass die Verfilmung evtl. November 2012 kommt - vorausgesetzt, sie kann sich gegen 2 konkurrierende Projekte innerhalb von Dreamworks durchsetzen).
Ein weiterer Teil des Artikels beschäftigt sich mit der Besetzung von Going Postal. Terry Pratchett zeigt sich besonders erfreut über die Besetzung der Rolle der Journalistin Miss Cripslock, die von Tamsin Greig gespielt wird.
Am Ende beschäftigt sich der Text mit dem Tod von Terry Pratchetts Mutter vor 14 Tagen. Obwohl Terry Pratchett versuche mit einem Scherz über das Thema hinweg zu gehen, sei ihm die Trauer anzumerken. Der Todesfall sei auch dafür verantwortlich, dass sich die Fertigstellung des neuesten Scheibenwelt-Romans "I Shall Wear Midnight" (im Artikel erstaunlicherweise als "The colour of midnight" bezeichnet) verzögert habe.
Den Original-Artikel findet ihr auf der Webseite des Independent.
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Dienstag, 6. April 2010
Going Postal: Erster Trailer des Scheibenwelt-Films
Sky One hat einen Trailer des neuen Scheibenwelt-Films Going Postal veröffentlicht.
Viel Spaß beim Schauen!
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Dienstag, 30. März 2010
Scheibenwelt-News.de auf Twitter
Eine kurze Meldung in eigener Sache: mittlerweile kann man den Infos der Seite auf auf Twitter folgen. Unter http://twitter.com/DiscworldNews findet ihr Neuigkeiten und Informationen zu Terry Pratchetts Scheibenwelt.
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DVD-Publisher für Scheibenwelt-Film Going Postal steht fest
Noch ist nicht klar, wann und auf welchem deutschen Sender die nächste Scheibenwelt-Verfilmung Going Postal (deutscher Titel des Buches: Ab die Post), die Sky One in den nächsten Tagen in Großbritannien ausstrahlen wird.
Der deutsche DVD-Publisher steht allerdings bereits fest: KSM wird die deutsche DVD heraus bringen. Wann der Zweiteiler auf DVD erscheinen wird, steht allerdings noch nicht fest. Offen bleibt damit auch, ob die Veröffentlichung erst nach der TV-Ausstrahlung erfolgen wird. Unklar bleibt ebenfalls, ob der Film auch auf Blue-ray erscheinen wird. Die Ausstrahlung in Großbritannien erfolgt in HD, so dass grundsätzlich eine Blue-ray-Version möglich ist. Fraglich dürfte allerdings sein, ob es genügend Pratchett-Fans mit Blue-ray-Player gibt, um eine Veröffentlichung finanziell lohnend werden zu lassen.
Interessant für Scheibenwelt-Fans dürfte auch die Auflistung der Schauspieler sein, hier könnt ihr z.B. auf Cinefacts und IMDB nachschauen, ob Sky eure Vorstellung der Charaktere getroffen hat.
Als kleines Schmankerl gibt es noch das Plakat der Verfilmung:
Der deutsche DVD-Publisher steht allerdings bereits fest: KSM wird die deutsche DVD heraus bringen. Wann der Zweiteiler auf DVD erscheinen wird, steht allerdings noch nicht fest. Offen bleibt damit auch, ob die Veröffentlichung erst nach der TV-Ausstrahlung erfolgen wird. Unklar bleibt ebenfalls, ob der Film auch auf Blue-ray erscheinen wird. Die Ausstrahlung in Großbritannien erfolgt in HD, so dass grundsätzlich eine Blue-ray-Version möglich ist. Fraglich dürfte allerdings sein, ob es genügend Pratchett-Fans mit Blue-ray-Player gibt, um eine Veröffentlichung finanziell lohnend werden zu lassen.
Interessant für Scheibenwelt-Fans dürfte auch die Auflistung der Schauspieler sein, hier könnt ihr z.B. auf Cinefacts und IMDB nachschauen, ob Sky eure Vorstellung der Charaktere getroffen hat.
Als kleines Schmankerl gibt es noch das Plakat der Verfilmung:

Plakat der Verfilmung des Scheibenwelt-Romans Going Postal (Ab die Post)
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Montag, 29. März 2010
KHG Würzburg plant "Mort"-Aufführung
Einem Eintrag auf der Startseite zufolge sucht die KHG Würzburg noch Schauspieler - unter anderem für eine Aufführung von "Mort" (deutscher Titel: Gevatter Tod) in englischer Sprache im Sommersemester 2010.
Scheibenwelt-Stücke sind für die KHG kein Novum, 2006 führte die Hochschulgruppe bereits "Wyrd Sisters" (deutscher Titel: MacBest) auf.
Mehr Infos gibt es auf der Internetseite der KHG Würzburg.
Scheibenwelt-Stücke sind für die KHG kein Novum, 2006 führte die Hochschulgruppe bereits "Wyrd Sisters" (deutscher Titel: MacBest) auf.
Mehr Infos gibt es auf der Internetseite der KHG Würzburg.
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Freitag, 26. März 2010
Jingo/Fliegende Fetzen in der Rundwelt
Einen interessanten Artikel über eine "reale Version" des Scheibenwelt-Romans Jingo (bzw. Fliegende Fetzen) findet sich in der Online-Ausgabe der österreichischen Zeitung "Der Standard".
Jahrzehntelang war eine Insel, die sich nach einem Zyklon in der Bucht von Bengalen entdeckt wurde, Ursache von Streitigkeiten zwischen Bangladesch und Indien. Erst nachdem der steigende Meeresspiegel zu einer Überflutung der Insel führte, wurde der Streit - mangels Streitobjekt - beigelegt.
Die Ähnlichkeiten zum Terry Pratchett-Roman sind auf jeden Fall verblüffend...
Zum Artikel auf derStandard.at.
Jahrzehntelang war eine Insel, die sich nach einem Zyklon in der Bucht von Bengalen entdeckt wurde, Ursache von Streitigkeiten zwischen Bangladesch und Indien. Erst nachdem der steigende Meeresspiegel zu einer Überflutung der Insel führte, wurde der Streit - mangels Streitobjekt - beigelegt.
Die Ähnlichkeiten zum Terry Pratchett-Roman sind auf jeden Fall verblüffend...
Zum Artikel auf derStandard.at.
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Montag, 15. März 2010
Neuer Troll-Bridge Teaser-Trailer
Es gibt einen neuen Trailer für den Film Troll Bridge von Snowgum Films.
Die Verfilmung der Kurzgeschichte Troll Bridge könnte man mittlerweile auch als die "Unendliche Geschichte" der Scheibenwelt bezeichnen. Erste Nachrichten über den Film stammen aus dem Jahr 2003.
Mittlerweile soll der Kurzfilm noch einmal in besserer Qualität neu gedreht werden. Passend dazu findet sich ein neuer Trailer auf der Homepage von Snowgum Films.
Die Verfilmung der Kurzgeschichte Troll Bridge könnte man mittlerweile auch als die "Unendliche Geschichte" der Scheibenwelt bezeichnen. Erste Nachrichten über den Film stammen aus dem Jahr 2003.
Mittlerweile soll der Kurzfilm noch einmal in besserer Qualität neu gedreht werden. Passend dazu findet sich ein neuer Trailer auf der Homepage von Snowgum Films.
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Dienstag, 9. März 2010
"MacBest"-Aufführung in Meckenbeuren
Die Laienspielgruppe Meckenbeuren führt das Stück "MacBest" von Terry Pratchett auf.
Umgesetzt für das Theater wurde der Roman von Stephen Brigss.
Nach der Premiere am 13. März wird das Stück noch an drei weiteren Abenden aufgeführt: am 14., 20. und 21. März 2010, jeweils im Kultur am Gleis 1 in Meckenbeuren.
Die Karten kosten 6 Euro für Kinder und für Erwachsene 8,50 Euro.
Für alle Scheibenwelt-Fans in der Region Friedrichshafen, Lindau, Ravensburg sollte dies ein "muss" sein. Offenbar hat die Gruppe keine Mühen gescheut, als Requisiten kommen unter anderem echte Kettenhemden und Schwerter zum Einsatz.
Mehr Infos gibt es auf der Webseite der Laienspielgruppe Meckenbeuren.
Update:
Erste Zeitungsberichte von der Premiere:
"Shakespeare hätte seine Freude gehabt" im Südkurier sowie "Fröhliches Hauen und Stechen und Morden am Gleis 1" in der Schwäbischen Zeitung (wobei es mir nicht möglich war, den Artikel zu öffnen).
Umgesetzt für das Theater wurde der Roman von Stephen Brigss.
Nach der Premiere am 13. März wird das Stück noch an drei weiteren Abenden aufgeführt: am 14., 20. und 21. März 2010, jeweils im Kultur am Gleis 1 in Meckenbeuren.
Die Karten kosten 6 Euro für Kinder und für Erwachsene 8,50 Euro.
Für alle Scheibenwelt-Fans in der Region Friedrichshafen, Lindau, Ravensburg sollte dies ein "muss" sein. Offenbar hat die Gruppe keine Mühen gescheut, als Requisiten kommen unter anderem echte Kettenhemden und Schwerter zum Einsatz.
Mehr Infos gibt es auf der Webseite der Laienspielgruppe Meckenbeuren.
Update:
Erste Zeitungsberichte von der Premiere:
"Shakespeare hätte seine Freude gehabt" im Südkurier sowie "Fröhliches Hauen und Stechen und Morden am Gleis 1" in der Schwäbischen Zeitung (wobei es mir nicht möglich war, den Artikel zu öffnen).
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Donnerstag, 23. April 2009
Offener Brief von Bernhard Kempen zur Übersetzung "Eine Insel"
Über einen Blogbeitrag bin ich auf einen offenen Brief von Bernhard Kempen - dem Nachfolger von Andreas Brandhorst als Übersetzer der Romane von Terry Pratchett - aufmerksam geworden (den er offenbar auch im Forum des deutschen Scheibenwelt-Clubs gepostet hat). Offensichtlich ist Bernhard Kempen vom Umgang des Verlages mit ihm so frustriert, dass er den Vertrag gekündigt hat und somit im Moment völlig unklar ist, wer die nächsten Bücher von Terry Pratchett übersetzen wird.
Der offene Brief im Wortlaut:
Der offene Brief im Wortlaut:
Terry Pratchetts Roman Eine Insel (Nation)
Stellungnahme des Übersetzers Bernhard Kempen
Im April 2009 erscheint Terry Pratchetts Roman Nation unter dem deutschen Titel Eine Insel im Verlag Manhattan. Als Übersetzer ist ein gewisser, bislang unbekannter »Peder Brehnkmann« genannt. Falls sich manche Leser wundern, dass eine Person dieses Namens zuvor noch nie öffentlich in Erscheinung getreten ist, mögen sie die Buchstaben des Anagramms einmal kräftig durcheinanderschütteln. Auf diese Weise bekommen sie gleichzeitig einen Eindruck davon, was mit der Übersetzung dieses Buches geschehen ist.
Als ich den Auftrag erhielt, den Roman Nation ins Deutsche zu übertragen, wurde mir schon nach der Lektüre weniger Seiten klar, dass ich das große Meisterwerk von Terry Pratchett in den Händen hielt − eines Autors, der mit gerade mal 60 Jahren nach einer Alzheimer-Diagnose möglicherweise kurz vor dem Ende seiner Schaffensphase steht. In Nation geht es um Leben und Tod, um Kindheit und Alter, um die Frage, wie man sich in einer Welt zurechtfinden kann, die jedes sichere Fundament verloren hat. Gleichzeitig ist das Buch ein augenzwinkernder Gegenentwurf zur Scheibenwelt, dem Romanzyklus, mit dem Terry Pratchett zum Bestsellerautor wurde.
Obwohl die Geschichte aus der Perspektive eines jugendlichen Protagonisten erzählt wird, ist Nation keineswegs ein herkömmliches Jugendbuch. Es steht vielmehr in der angelsächsischen Tradition, die Werke wie Alice in Wonderland hervorgebracht hat, ein Genre, das heutzutage gern als »All Age Books« vermarktet wird. Im deutschen Sprachraum wurden vergleichbare Werke von Autoren wie Wilhelm Busch oder Walter Moers verfasst − Autoren, die von einer Literaturkritik, die streng in U- und E-Kategorien denkt, nie richtig ernstgenommen wurden. Doch ich wollte mich dadurch nicht entmutigen lassen und machte mich daran, das Buch vor diesem Hintergrund angemessen und mit viel Herzblut ins Deutsche zu übersetzen, in einer scheinbar simplen, vordergründig naiven Sprache, die dem Duktus des Originals entspricht.
Zum ersten Mal kam ich ins Grübeln, als ich erfuhr, dass das Buch auf Deutsch Eine Insel heißen soll. Ich hätte Die Nation passender gefunden, doch ich konnte durchaus über die Lummerland-Assoziation schmunzeln, auch wenn die Insel bei Pratchett nur einen Berg hat − und es nicht im entferntesten um Lokomotiven geht. Ich hatte nur die leichte Sorge, dass die deutschen Leser durch diese Anspielung auf die falsche Fährte »Kinderbuch« gelockt werden könnten. Aber dann beschloss ich, das nicht so eng zu sehen und darauf zu hoffen, dass der Roman für sich wirkt.
Doch dann erhielt ich die Druckfahnen mit der von der Lektorin Kerstin Jeske bearbeiteten Fassung und musste feststellen, dass mein Übersetzungstext durch den Reißwolf gedreht worden war. Mit den vielen Änderungen, die man unter »Geschmackssache« verbuchen könnte, hätte ich leben können, auch wenn ich mich immer wieder fragen musste, warum Formulierungen, die völlig in Ordnung waren, durch andere ersetzt wurden, die genauso in Ordnung waren. Problematischer waren die typischen Lektoratsfehler (die passieren, wenn Passagen umgeschrieben werden und dabei Wörter oder Satzzeichen unter den Tisch fallen) und die vielen sachlichen Fehler (mit »calenture« ist »Tropenkoller« und nicht »Tropenfieber« gemeint). Einige von diesen Patzern konnte ich rückgängig machen, wobei es jedoch immer wieder zu überflüssigen Diskussionen kam, weil Lektorin und Redakteurin zunächst auf ihren offensichtlich falschen Ansichten beharrten, bis sie sich schließlich von meinen Sachargumenten überzeugen ließen. So wollte mir Frau Jeske zunächst nicht glauben, dass die Kapitelüberschrift »How Imo Made the World« der üblichen Großschreibung englischer Titel entspricht und man sie demzufolge nicht mit „Wie Imo Die Welt Machte« wiedergeben sollte, weil das im Deutschen einfach nicht üblich ist. Ich erhielt immer mehr den Eindruck, dass hier eine Lektorin am Werk war, die sich auf Kosten eines Übersetzers profilieren wollte. Am schlimmsten war jedoch die Tatsache, dass sie versucht hatte, Pratchetts (und meinen) naiv-lakonischen Stil in den eines handelsüblichen, pädagogisch unbedenklichen Jugendbuchs zu ändern.
Der Gerechtigkeit halber möchte ich anmerken, dass vielleicht ein Zehntel der Änderungen durchaus berechtigt waren, wenn Fehler korrigiert oder misslungene Satzkonstruktionen durch elegantere Lösungen ersetzt wurden. Ich arbeite selbst gelegentlich als Lektor und weiß, dass kaum ein Autor oder Übersetzer fehlerfreie Texte abliefert, weil man dazu neigt, die Fehler in den eigenen Texten zu übersehen. Das hat etwas mit Betriebsblindheit zu tun. Deshalb bin im Normalfall froh, dass meine Texte noch einmal von einem Lektor gegengelesen werden. Allerdings erwarte ich von einem guten Lektorat, dass meine Fehler korrigiert und keine neuen in den Text eingebaut werden.
Ich habe mir dann große Mühe gegeben, die ersten ca. 70 Seiten der Druckfahnen zu bearbeiten, wobei ich hauptsächlich zurückkorrigiert habe, also die Änderungen der Lektorin durch meine ursprünglichen Formulierungen ersetzt habe. Danach habe ich es aufgegeben, weil ich es in der Kürze der Zeit ohnehin nicht geschafft hätte, das ganze Buch zu überarbeiten, und weil die Redakteurin mir ganz klar sagte, dass sie sowieso nur einen kleinen Teil meiner Korrekturen übernehmen würde. Damit war der Punkt erreicht, wo ich mich nicht mehr mit dem identifizieren konnte, was man aus meiner Übersetzung gemacht hatte. Daraufhin kündigte ich jede weitere Zusammenarbeit mit der betreffenden Redakteurin auf, worauf das nächste Pratchett-Buch, dessen Übersetzung bereits mit mir vereinbart worden war, einem anderen Übersetzer anvertraut wurde − einem netten Kollegen, dem ich freundschaftlich verbunden bin. Ich kann ihm nur eine bessere Zusammenarbeit mit der Redaktion wünschen, die nun vielleicht verstanden hat, dass man nicht nach Belieben mit einem Lohnübersetzer umspringen kann.
Wer Pratchetts Roman Nation in der deutschen Fassung Eine Insel liest, wird vermutlich trotz aller Pannen erkennen, dass dieses Buch ein großes Meisterwerk ist, weil die Geschichte und die Themen durch das Lektorat kaum beschädigt wurden. Wer die Sprache und den Stil etwas unpassend oder gar daneben findet, möge sich bei der zuständigen Redakteurin Nicole Geismann beschweren. Hier wurde die Chance versäumt, ein wunderbares, magisches Buch in literarisch angemessener deutscher Übersetzung zu präsentieren.
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Freitag, 6. Februar 2009
Lords and Ladies-Aufführungen im März in Castrop-Rauxel
Im März führt das Callo-Theater in Castrop-Rauxel "Lords und Ladies" auf. An insgesamt vier Terminen im März kann man das Stück kostenlos in der Aula des Adalbert-Stifter-Gymnasiums erleben.
Zum Inhalt schreibt das Callo-Theater:
Die Termine:
Premiere: 14. März 2009 - 19.30 Uhr
15. März 2009 - 19.30 Uhr
21. März 2009 - 19.30 Uhr
22. März 2009 - 19.30 Uhr
Mehr Infos gibt es auf der Webseite des Callo-Theaters oder in einem Artikel der WAZ.
Zum Inhalt schreibt das Callo-Theater:
Die drei Hexen - Esmeralda "Granny" Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat Knoblauch - sind von ihrer Reise ins "ausländische" Gennua zurück.
Es mag richtig sein, dass Hexen in erster Linie hexen. Falsch hingegen ist, dass es sich bei Hexen zwangsläufig um alte, buckelige Frauen handeln muss. Manche Hexen heiraten sogar. So steht die junge Magrat Knoblauch kurz vor ihrer Vermählung mit dem ehemaligen Narren Verence, der inzwischen König geworden ist (und das, obwohl ihre Hexenkolleginnen das eher für einen sozialen Abstieg halten). Verence hat die Hochzeit auch bereits komplett durchgeplant und festgesetzt. Nicht dass Magrat etwas dagegen hat, aber sie hat sich das Ganze doch etwas... romantischer vorgestellt.
Falsch ist übrigens auch, dass Elfen nett sind. Elfen sind gemein. Leider will dass außer Oma Wetterwachs keiner so richtig glauben – schließlich kennt jeder Geschichten über Elfen, und die sind alle ganz und gar nicht fürchterlich. Kein Wunder, dass niemand Anstoß an den Kornkreisen nimmt, die ein sicheres Zeichen dafür sind, dass die Elfen ihre Welt bald verlasssen werden um Teil der Realität zu werden.
Da Margrat mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt (und Oma Wetterwachs und Nanny Ogg ihr nicht so ganz trauen) bleibt es also wieder mal an den beiden erfahrenen Hexen hängen, die Bedrohung aufzuhalten.
Kein Problem für die beiden, sollte man meinen... doch dann haben sie es plötzlich nicht nur mit drei Möchtegern-Hexen zu tun, deren Aktivitäten die Elfen anlocken.
Denn unter den allmählich eintreffenden Hochzeitsgästen befindet sich nicht nur Oma Wetterwachs Jugendliebe sondern auch Casanunda, der zweitbeste Liebhaber der Scheibenwelt, der darauf drängt Nanny Ogg sein Talent zu beweisen.
Die beiden Hexen sind also abgelenkt – kein Wunder, dass Margrat plötzlich ganz neue Qualitäten entwickeln muss, als ausgerechnet bei der Hochzeit doch noch alles schief geht.
Die Termine:
Premiere: 14. März 2009 - 19.30 Uhr
15. März 2009 - 19.30 Uhr
21. März 2009 - 19.30 Uhr
22. März 2009 - 19.30 Uhr
Mehr Infos gibt es auf der Webseite des Callo-Theaters oder in einem Artikel der WAZ.
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MacBest-Theateraufführung in München im März und April
Die Münchner Theatergruppe Brett-à-porter bringt im März und April 2009 MacBest (Wyrd Sisters) auf die Bühne. Insgesamt wird es 6 Aufführungen an 2 verschiedenen Spielorten geben. Gespielt wird die Bühnenadaption von Stephen Briggs.
Zum Inhalt muss man eigentlich auf einer Scheibenwelt-Seite kaum etwas sagen, zur Sicherheit aber doch um was es geht:
Aufführungstermine:
Kulturverein Olympiadorf e.V.
Fr 20. März und So 22. März 2009
Im Forum 2
Nadistraße 3
80809 München
Vorstellungsbeginn: 19 Uhr
Einlass: 18 Uhr
Bühne Taverna Odyssee
Fr 3. April, Sa 4. April, So 5. April und Do 9. April 2009
Bad-Kreuther-Str. 8
81671 München
(direkt an U2 / U5 Innsbrucker Ring)
Vorstellungsbeginn: 19 Uhr
Einlass: 17:30 Uhr
Informationen und Vorbestellungen
Eintritt: 9,50 Euro / ermäßigt 7 Euro
Telefonische Kartenreservierung: 089 / 12304793
Oder mail an: tickets@brett-a-porter.de
Mehr Infos findet ihr auf der Seite des Theaters Brett-à-porter: www.brett-a-porter.de
Zum Inhalt muss man eigentlich auf einer Scheibenwelt-Seite kaum etwas sagen, zur Sicherheit aber doch um was es geht:
Etwas ist faul im Königreich Lancre. Nachdem König Verence von Herzog Felmet erdolcht wurde, versucht dieser nun als Geist den machtgierigen Macbeth wieder vom Thron zu vertreiben. Dabei erhält er Unterstützung von drei Hexen, die sehr eigenwillige Methoden anwenden, um den unliebsamen Herzog loszuwerden. Es entspinnt sich ein komisches Verwirrspiel um Herrschaft, Intrigen und Liebe.
Aufführungstermine:
Kulturverein Olympiadorf e.V.
Fr 20. März und So 22. März 2009
Im Forum 2
Nadistraße 3
80809 München
Vorstellungsbeginn: 19 Uhr
Einlass: 18 Uhr
Bühne Taverna Odyssee
Fr 3. April, Sa 4. April, So 5. April und Do 9. April 2009
Bad-Kreuther-Str. 8
81671 München
(direkt an U2 / U5 Innsbrucker Ring)
Vorstellungsbeginn: 19 Uhr
Einlass: 17:30 Uhr
Informationen und Vorbestellungen
Eintritt: 9,50 Euro / ermäßigt 7 Euro
Telefonische Kartenreservierung: 089 / 12304793
Oder mail an: tickets@brett-a-porter.de
Mehr Infos findet ihr auf der Seite des Theaters Brett-à-porter: www.brett-a-porter.de
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Freitag, 16. Januar 2009
"Nation" wird im Londoner National Theater aufgeführt
Im Moment geht es Schlag auf Schlag, eine Neuigkeit zu Terry Pratchett jagt die andere: sein neuester Roman "Nation" wird als Theaterstück am Londoner National Theater aufgeführt werden. "Nation" ist somit der Nachfolger der hauptsächlich an Kinder gerichteten Romane "His Dark Materials", "Coram Boy" und "War Horse", die alle bereits aufgeführt werden.
Für die Bühne umsetzen wird das Stück Mark Ravenhill, Regie wird Melly Still. Der Künstlerische Direktor des National Theaters Nicholas Hytner sagte, dass Terry Pratchett nicht direkt an der Umsetzung beteiligt sei, aber sehr "unterstützend und interessiert".
Bevor ihr jetzt aber nach London eilt, solltet ihr euch noch etwas gedulden, erst im November wird "Nation" erstmals aufgeführt werden.
Die Pressemeldung auf PJSM Prints:
Für die Bühne umsetzen wird das Stück Mark Ravenhill, Regie wird Melly Still. Der Künstlerische Direktor des National Theaters Nicholas Hytner sagte, dass Terry Pratchett nicht direkt an der Umsetzung beteiligt sei, aber sehr "unterstützend und interessiert".
Bevor ihr jetzt aber nach London eilt, solltet ihr euch noch etwas gedulden, erst im November wird "Nation" erstmals aufgeführt werden.
Die Pressemeldung auf PJSM Prints:
PRESS RELEASE
Terry Pratchett’s Nation to be new family epic at the National Theatre
Following the highly successful productions of His Dark Materials, Coram Boy and most recently War Horse, Nation will be adapted by Mark Ravenhill. Directed by Melly Still, the production will open in the Olivier Theatre in November and is sponsored by Accenture, supporters of Innovation at the National Theatre.
Terry Pratchett’s Nation is a brilliantly wise and witty story about two children from cultures a world apart coming of age on a desert island, which challenges the way we think about identity, nationhood and the history of the Empire.
Nation was published by Doubleday in September 2008.
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Guards! Guards! auf BBC 7
Das Special auf BBC 7 anlässlich Terry Pratchetts Erhebung in den Ritterstand geht weiter: nach Mort (Gevatter Tod) und Wyrd Sisters (MacBest) folgt nun Guards! Guards! (Wachen! Wachen!) als Hörbuch in 6 Teilen, vorgelesen von Martin Jarvis.
Guards! Guards! ist der erste der Stadtwache-Romane um Sam Vimes (Mumm), Nobby Nobbs und Fred Colon.
Die Sendetermine:
Donnerstag 22. Januar, Freitag 23. Januar, Montag 26. Januar, Dienstag 27. Januar, Mittwoch 28. Januar, Donnerstag 29. Januar jeweils um 19 Uhr MEZ sowie um 1 Uhr des Folgetages.
Ihr müsst aber nicht "live" dabei sein, um die Folgen zu hören, ihr könnt sie bis zu 7 Tage später "nachhören". Alles weitere auf den Seiten von BBC 7.
Viel Spaß!
Hinweis: Es sind noch nicht alle Seiten von BBc 7 aktualisiert, die Programmseiten werden meist nur 7 Tage im voraus bereitgestellt. Aus dem Programm der nächsten 7 Tage gehen die Guards! Guards!-Folgen aber hervor.
Guards! Guards! ist der erste der Stadtwache-Romane um Sam Vimes (Mumm), Nobby Nobbs und Fred Colon.
This is where the dragons went. They lie...not dead, not asleep, but...dormant. And although the space they occupy isn't like normal space, nevertheless they are packed in tightly. They could put you in mind of a can of sardines, if you thought sardines were huge and scaly. And presumably, somewhere, there's a key..."Guards! Guards!" is the eighth "Discworld" novel - and after this, dragons will never be the same again!
Die Sendetermine:
Donnerstag 22. Januar, Freitag 23. Januar, Montag 26. Januar, Dienstag 27. Januar, Mittwoch 28. Januar, Donnerstag 29. Januar jeweils um 19 Uhr MEZ sowie um 1 Uhr des Folgetages.
Ihr müsst aber nicht "live" dabei sein, um die Folgen zu hören, ihr könnt sie bis zu 7 Tage später "nachhören". Alles weitere auf den Seiten von BBC 7.
Viel Spaß!
Hinweis: Es sind noch nicht alle Seiten von BBc 7 aktualisiert, die Programmseiten werden meist nur 7 Tage im voraus bereitgestellt. Aus dem Programm der nächsten 7 Tage gehen die Guards! Guards!-Folgen aber hervor.
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